Die Insel Meren ist auch bekannt als eine der beiden Zwillingsinseln. Ihr Gegenstück ist die Insel Varan. Beide Inseln blicken auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück, die von wiederkehrenden Konflikten geprägt ist.
Die gleichnamige Stadt Meren ist mit Abstand die größte Siedlung der Insel. Als bedeutende Hafenstadt kontrolliert sie bis heute weite Teile des Meeresgebiets zwischen der Scherbenbucht und dem endlosen Ozean.
Vor dem Großen Eroberungskrieg war Meren ein unabhängiges Inselreich. Wie auch Varan wurde es nicht von einem Adelsgeschlecht regiert, sondern von einem Rat aus fünf gewählten Vertretern der einheimischen Seeleute, die ihr Amt bis zu ihrem Tod ausübten. Oft handelte es sich dabei um die einflussreichsten und erfolgreichsten Seemänner der Insel.
Im Gegensatz zur Nachbarinsel Varan war Meren jedoch stets von einem schlechten Ruf begleitet. Die Bewohner der Insel neigten dazu, ihre strategisch günstige Lage auszunutzen. So kam es über viele Jahrhunderte hinweg immer wieder zu Überfällen auf umliegende Hafenstädte des Festlands sowie auf Varan selbst. Diese Angriffe führten zu zahlreichen Auseinandersetzungen und einem angespannten Verhältnis zwischen den Inseln.
Während des Großen Eroberungskrieges verschärfte sich die Lage weiter. Meren begann eine Serie von Angriffen auf die Küstenregionen des Festlands und auf Varan. Erst nach der freiwilligen Eingliederung Varans in das entstehende Reich der Marbrands endeten die Übergriffe. Kurz darauf schloss sich auch Meren dem Reich an.
Heute ist die Insel Meren vor allem für die Gewinnung und den Export von Meersalz bekannt. Die gegenwärtige Bevölkerung bemüht sich aktiv, sich von den Taten ihrer Vorfahren zu distanzieren.