Die Region der Nordtiefen liegt auf dem Stürmischen Arm zwischen den Regionen Dornenhain und Sturmklippen. Im Gegensatz zur angrenzenden Region Südtiefen ist das Klima der Nordtiefen mild und ruhig. Die Winde aus der Sturmsee erreichen die Region nicht. Dennoch war die Region vor dem großen Eroberungskrieg gemeinsam mit den Südtiefen lange Zeit als Niemandsland bekannt. Abgesehen von vereinzelten kleinen Siedlungen aus den benachbarten Regionen Dornenhain und Sturmklippen blieb das Gebiet weitgehend unbesiedelt.
Der Grund ist bis heute umstritten. Die gängigste These ist, dass die Bewohner der angrenzenden Regionen sich an ihre speziellen Lebensräume gewöhnt hatten und keinen Anlass sahen, diese zu verlassen.
Die Landwirtschaft spielt bis heute kaum eine Rolle auf dem Stürmischen Arm, wodurch die eigentlich ideale Gegebenheit der Nordtiefen nie genutzt wurde.
Aufgrund der fehlenden dauerhaften Besiedlung entstand in den Nordtiefen nie ein eigenes Reich. Es existierte weder eine größere Gemeinschaft noch ein heimisches Adelshaus. Erst mit dem Verlauf und Ende des Eroberungskrieges und der resultierenden Kriegsflucht aus Dornenhain begann eine dichtere Besiedlung der Region.
Heute besitzen die Nordtiefen zwei junge Städte. Zum einen gibt es die Hafenstadt Emden, die auf einem Küstenzipfel zwischen den Inselregionen Varan und Meren liegt.
Zum anderen gibt es die Stadt Bernfurt, die an einem Fluss liegt und bekannt für ihren regionalem Naturbernstein ist. Beide Städte wurden erst vor rund vierhundert Jahren nach der Reichsgründung der Marbrands gegründet und gelten damit im Vergleich zu einem Großteil der anderen Städte im Reich als ausgesprochen jung.
Die Hafenstadt Emden ist gleichzeitig auch die Regionshauptstadt der Nordtiefen.
Die Nord- und Südtiefen werden heute gemeinsam als die Tiefen bezeichnet, da sie im Vergleich zu den benachbarten Regionen flacher und tiefer gelegen sind.