Die Schwarzmark liegt im westlichen Teil des Grünen Arms.
Den Namen verdankt die Region durch den heimischen Ebenholzbaum, dessen Holz nahezu schwarz erscheint. Dieser besondere Baum kommt ausschließlich in der Schwarzmark vor, da nur hier die milden, konstanten Temperaturen das ganze Jahr über herrschen, die für sein Wachstum erforderlich ist.
Ebenholz gilt als das schönste und edelste Holz im gesamten Reich. In früheren Zeiten war es vor allem beim Adel außerordentlich begehrt und wurde häufig für Möbel, Schmuckkästchen und Zierbauten verwendet. Aus diesem Grund ist es vielerorts auch unter dem Namen Adelholz bekannt. Die Exklusivität und der Begehr des Holzes machten die Region und das dort ansässige Adelshaus von Düster über viele Generationen hinweg zu einer geachteten Adelsfamilie unter den regierenden Adelshäusern in der bekannten Welt.
Das Zentrum der Region ist die Stadt Düsterburg. Sie ist die einzige größere Stadt in der Schwarzmark und auch zugleich die heutige Regionshauptstadt. Vor dem großen Eroberungskrieg der Marbrands war Düsterburg eine Reichsstadt und Sitz des Reiches der Schwarzmark. Die Stadt wurde größtenteils aus dunklem Gestein und dem heimischem Ebenholz errichtet, was ihr einen einzigartigen Charakter verleiht. Der Name der Stadt und der Adelsfamilie leiten sich direkt aus der besonderen Ästhetik ab.
Das Adelshaus von Düster lebt seit jeher zurückgezogen in seiner kleinen Burg im Zentrum von Düsterburg. Trotz ihrer heutigen zurückhaltenden Art war die Familie vor dem großen Eroberungskrieg einflussreich und sprach sich schon früh gegen den Sklavenhandel aus. Durch ihre abgelegene Lage und die dadurch fehlende Präsenz konnte sie nie gegen die benachbarte Region Scherbenbucht vorgehen, die für ihren florierenden Sklavenhandel berüchtigt war. Stattdessen verfolgte das Haus von Düster eine langfristige Strategie.
Vor über 800 Jahren viele Jahrzehnte hinweg nutzte die Familie ihren Ruf und das Prestige des Ebenholzes, um andere Adelshäuser für ihre Haltung zu gewinnen. Sie unterbrachen zeitweise den Export des Holzes, um Druck aufzubauen. Schritt für Schritt sorgten sie dafür, dass sich immer mehr Adelshäuser gegen die Sklaverei aussprachen. Diese Entwicklung führte zu einer allmählichen Welle der Abschaffung, bis schließlich selbst die Städte der Scherbenbucht sich offiziell vom Sklavenhandel distanzierten.
Während des großen Eroberungskrieges der Marbrands blieb die Schwarzmark neutral. Ein schweres Erdbeben erschütterte die Region und legte weite Teile des Landes lahm. Aufgrund ihrer Handlungsunfähigkeit bezog die Schwarzmark keine Partei im Kriegsverlauf. Nach der Kapitulation der Weiden Lerenors entschloss sich das Adelshaus von Düster, die Schwarzmark freiwillig in das entstehende Reich der Marbrands einzugliedern.