Die Insel Varan ist auch bekannt als eine der beiden Zwillingsinseln. Ihr Gegenstück ist die Insel Meren. Beide Inseln teilen sich eine jahrtausendealte Geschichte, die von wiederkehrenden Konflikten geprägt ist.
Die gleichnamige Stadt Varan ist mit Abstand die größte Siedlung der Insel. Sie beherbergt die bedeutendste und fortschrittlichste Werft der bekannten Welt und gilt durch die Entwicklung robusterer Schiffstypen als maßgeblich verantwortlich für den Erfolg der Entdeckung der Insel der Verdammten.
Vor dem Großen Eroberungskrieg war Varan ein unabhängiges Inselreich. Im Gegensatz zu den Festlandsregionen wurde es nicht von einem Adelsgeschlecht regiert, sondern von einem Rat aus zehn gewählten Vertretern der einheimischen Seeleute, die ihr Amt bis zu ihrem Tod innehatten.
Schon damals genoss Varan einen ausgezeichneten Ruf, insbesondere im Vergleich zur Nachbarinsel Meren. Die Bewohner Varans pflegten regen und ehrlichen Handel mit den angrenzenden Hafenstädten der Scherbenbucht, während Meren immer wieder mit Überfällen und Piraterie in Verbindung gebracht wurde. Auch dort lebten Seefahrer, jedoch weit weniger ehrenhafte. Zwischen den beiden Inseln herrschte daher eine lange, teils erbitterte Rivalität.
Nach der Zerstörung der heutigen bekannten Witwen Ebenen im Zuge des Großen Eroberungskrieges schloss sich das Inselreich Varan schließlich freiwillig dem entstehenden Reich der Marbrands an.
Heute ist Varan eine bedeutende Handelsstation zwischen dem Stürmischen und dem Grünen Arm. Der Schiffbau floriert weiterhin. Schätzungen zufolge stammen etwa 40 Prozent aller bekannten Schiffe der Welt aus den Werften der Hafenstadt Varan.