Die Weiden Lerenors bilden das geografische und wirtschaftliche Herzstück des Grünen Arms und der bekannten Welt. Durch ihre begünstigte Lage zwischen dem Frostgebirge im Westen und dem Silberkamm im Osten herrscht hier über nahezu das gesamte Jahr hinweg ein gemäßigtes, für die Landwirtschaft ideales Klima. In keiner anderen Region leben so viele Lebewesen wie hier.
Die fruchtbaren Böden der Weiden ermöglichen den Anbau großer Mengen an landwirtschaftlichen Produkten. Diese werden selbst in die entlegensten Winkel der Welt exportiert und sichern den wirtschaftlichen Wohlstand der Region. Neben den drei großen Städten existieren zahlreiche kleinere Städte, von denen viele in anderen Regionen bereits als bedeutende Metropolen gelten würden.
Helsen, die frühere Reichshauptstadt und heutige Regionshauptstadt, ist die mit Abstand größte Stadt der bekannten Welt. Mit ihrem Umland beherbergt sie bis zu einer Millionen Lebewesen. Seit der Reichsgründung durch die Marbrands hat sich ihre Einwohnerzahl verdoppelt. Die Stadt liegt in der Meeresbucht zwischen der Region Lerenor und Hohenfels.
Viele Lebewesen ziehen nach Helsen, da die Stadt Wohlstand, Fortschritt und Arbeit bietet.
Im Nordwesten der Weiden liegt Wartburg, eine Stadt, die für ihre weitläufigen Wein- und Hopfenplantagen bekannt ist. Die dritte große Stadt der Region ist Nessel, gelegen im Südwesten an der Scherbenbucht.
In den Jahrhunderten vor der Reichsgründung hatte das Reich wiederholt Konflikte mit seinem Nachbarn Hohenfels. Nach mehreren verlustreichen Kriegen über Generationen hinweg einigten sich beide Seiten auf ein generationsübergreifendes Abkommen und errichteten gemeinsam die Stadt Grenzturm. Bis zum Eroberungskrieg wurde der nördliche und südliche Teil der Grenzstadt durch eine Mauer zwischen den beiden Reichen aufgeteilt. Über die Jahre hinweg wurden dort landwirtschaftliche Produkte Lerenors gegen Metallwaren Hohenfels gehandelt, wovon beide damaligen Reiche stark profitierten.
Nach der Kapitulation beider Regionen wurde Grenzturm vollständig an die Region Hohenfels angegliedert. Bis heute steht der Grenzturm mit seiner Trennmauer im Herzen der Stadt.
Vor dem großen Eroberungskrieg wurde das Reich der Weiden Lerenors vom alteingesessenen Adelshaus von Lerenor regiert. Das Geschlecht zählt zu den ältesten bekannten Adelsfamilien des Reiches. Der sagenumwobene Gründervater der Familie war ein erfahrener Landwirt, der vor über tausend Jahren bedeutende landwirtschaftliche Innovationen wie den Ochsenflug, die Zweifelderwirtschaft und die Doppelernte einführte.
Einen offiziellen Namen trug der Gründervater nie. In der Bevölkerung hält sich daher bis heute der scherzhafte Glaube, dass Lerenor schlicht sein Vorname gewesen sei, da es keine Ortschaft jenes Namens jemals gab.
Trotz der Schlachten gegen die Marbrands in den heutigen Witwen Ebenen wurde die Adelsfamilie von Lerenor - im Gegensatz zum kriegsverbündeten Adelshaus von Bruchstein - nicht hingerichtet. Der Grund dafür ist unbekannt.
Die heutigen Familienmitglieder von Lerenor gelten als die wohlhabendsten Personen der bekannten Welt. Ihr aktueller Sitz ist die Burg von Wartburg, ein prachtvoller Bau, der mit Gold und Ebenholz verziert ist und den Reichtum des Hauses eindrucksvoll widerspiegelt.