Aschblüter sind eine geheimnisvolle und zugleich unheimliche humanoide Spezies. Ihr farbloses, monströses Erscheinungsbild sorgt häufig für Unbehagen, ebenso wie ihr oft grobes und schroffes Verhalten. Ihre Hörner, der kühle Blick sowie der flexible Schweif mit verhärteter Spitze tragen zu einem abstrusen, finsteren Bild bei.
Haare:
Das Haar der Aschblüter unterscheidet sich sowohl in Struktur als auch in Dicke. Es kann glatt und fein oder lockig und kräftig sein. Die Farbpalette reicht von Weiß über verschiedene Grautöne bis hin zu Schwarz.
Gesicht:
Die Gesichtsformen der Aschblüter variieren wie bei anderen Völkern.
Ihre Augenfarben erscheinen in farblosen Tönen, von einem blassen, fast weißen Hellgrau bis hin zu Schwarz, was ihnen von Natur aus einen kühlen Blick verleiht. Die Sklera weist denselben Farbton wie die Iris auf, die je nach Individuum heller oder dunkler ausfallen kann.
Körperbau:
Der Körper eines Aschblüters ist menschlicher Natur und weist im Durchschnitt einen schmalen, agilen Körperbau auf.
Ihre Körpergröße liegt zwischen 1,50 Meter und 1,90 Meter (MC: 0,83 - 1,056).
Haut:
Ihre Haut ist glatt und weich, vergleichbar mit der eines Menschen.
Die Hautfarbe variiert zwischen Schwarzgrau und Weißgrau.
Gesicht:
Die Aschblüter tragen in der Regel 3 bis 4 Hörner am Kopf, deren genaue Position variieren kann. Die Hörner sind niemals größer als der Schädel selbst und laufen spitz zu. Bricht ein Horn oder wird es gekürzt, wächst es nicht nach.
Die Ohren ähneln in ihrer Form denen der Elfen: spitz zulaufend und länger, jedoch leicht abstehend und nach unten hängend.
Außerdem besitzen sie auffällig lange Eckzähne sowie schlitzförmige Pupillen.
Körperbau:
Am Steißbein der Aschblüter sitzt ein unbehaarter Schweif mit einer dickeren, ledrigen Haut.
Er ist sehr flexibel und erlaubt präzise Bewegungen. Am Ende des Schweifs befindet sich
eine hornartige Spitze, die meist die Form eines Herzens, Pfeiles oder einer Raute aufweist.
Das Alter der Aschblüter übersteigt das der Menschen, sodass sie bis zu 160 Jahre alt werden können.
Nach Vollendung ihrer Volljährigkeit mit 20 Jahren altern sie nur noch sehr langsam, was äußerlich kaum auffällt. Erst ab etwa 130 Jahren zeigen sich wieder deutliche Alterserscheinungen, an denen ihr fortschreitendes Alter erkennbar wird.
Die Aschblüter stammen aus der Region der Nebelküste und sind dort bis heute beheimatet. Die Bewohner dieser Gegend zeichnen sich durch ein tief verwurzeltes Misstrauen gegenüber Fremden aus und haben sich an die besonderen Lebensumstände einer Region angepasst, in der dichte Nebelbänke den Alltag prägen.
Ihre abstrusen Silhouetten wirken im Nebel oft verzerrt und bedrohlich, besonders ihre monströsen Augen und Zähne jagen bis heute vielen einen kalten Schauer ein.
Für Unkundige gleicht ihr Anblick glatt dem eines Monsters. Viele Fabelgeschichten über gehörnte Ungeheuer lassen sich auf die Aschblüter zurückführen, insbesondere vor dem großen Eroberungskrieg, als ihre Spezies in vielen Reichen noch gänzlich unbekannt war. Dieses fremdartige Bild hat sich über Jahrhunderte in den Köpfen zahlreicher Außenstehender verfestigt und trägt maßgeblich dazu bei, dass Aschblüter seit jeher gemieden oder mit Furcht und Abscheu begegnet werden.
Dieser Ruf sowie tief verwurzelte Vorurteile haben viele Aschblüter außerhalb der Nebelküste in zwielichtige Berufe gedrängt. So wurden sie zu Schmugglern, Betrügern oder Taschendieben und das nicht nur, weil man ihnen ohnehin misstraute, sondern auch, weil sie sich von Natur aus hervorragend dafür eignen. Ihre angeborene Geschicklichkeit, die sie unter anderem ihrem beweglichen Schweif verdanken, erlaubt ihnen die hinterhältigsten Manöver. In Kombination mit ihrer vom Nebel geschärften Beobachtungsgabe und einem instinktiven Verständnis dafür, wie andere wahrnehmen, macht sie das zu Meistern der Täuschung und des Hinterhalts.
Die Nebelküste war die einzige Region, die sich dem Reich der Marbrands während des großen Eroberungskrieges nicht unterwarf. Die Gründe für die Eingliederung vierzig Jahre nach dessen Ende sind für viele heutige Aschblüter unbekannt. Häufig wird diese Entscheidung ihrer Vorfahren als unausweichlich beschrieben und im Allgemeinen akzeptiert.
Mit der Eingliederung veränderte sich die Region der Nebelküste nur geringfügig. Sie gilt bis heute als die autarkste Region, die die vom Reich auferlegten Regulierungen und Gesetze akzeptieren und befolgen muss. Eine ansässige zentrale Militärverwaltung existiert nicht, da die Lage der Nebelküste abgelegen ist und die Region keine wirtschaftlichen Besonderheiten aufweist. Der neue Handel brachte fremde Waren, Schiffe und Gesichter in die Region, doch die Aschblüter blieben ihrem distanzierten und hinterhältigen Lebensstil treu. Allerdings führte der wachsende Austausch dazu, dass alte Traditionen zu verblassen begannen. So etwa die Kunst der Nebelhörner, deren Tonsprache zunehmend in Vergessenheit gerät und durch die Eingliederung keinen großen aktiven Nutzen mehr hat. So bewahren unter den Aschblütern ebenfalls nur noch wenige alte Familien es als Teil ihres kulturellen Erbes.
Trotz der verspäteten Eingliederung sind die Aschblüter stolz auf ihre Standhaftigkeit gegenüber dem Reich der Marbrands und ihre Loyalität zu ihrer Heimat. Entsprechend ist ihre Haltung zum Reich zwiespältig – offiziell zwar ein Teil davon, aber innerlich mit einem wachsamen Auge auf jede Form von Einflussnahme. Auch deshalb, weil man ihnen bis heute mancherorts, vor allem aufgrund ihres Äußeren, mit Furcht und Ablehnung begegnet. Dennoch spricht man den Aschblütern bis heute eine unbeugsame Loyalität nach, die, sobald sie erstmals besteht, stärker als jede Stahlkette sein kann.
Gesellschaftlich ist es den Aschblütern völlig gleich, ob jemand ein Hybrid ist oder nicht.