Wandler sind eine humanoide Spezies mit der einzigartigen Fähigkeit, sich körperlich in eine festgelegte Tiergestalt zu verwandeln. In ihrer humanoiden Grundform kann das Aussehen der Wandler von überwiegend menschlich bis hin zu bestialisch auf Basis ihrer vererbten Tiergestalt variieren.
Haare:
Ihr Haar kann glatt, lockig, wellig oder in Form von Dreadlocks getragen werden.
Die Farbpalette reicht von tiefem Schwarz über verschiedene Braun- und Rottöne bis hin zu
hellem Blond. Der Pflegezustand des Haars variiert oft je nach sozialem Stand und
persönlichem Stil.
Gesicht:
Die Gesichter der Wandler sind unterschiedlich geprägt und haben eine Variation an Augenfarben von Braun, Schwarz, Blau, Grün und Grau.
Körperbau:
Wandler besitzen einen menschlichen Körperbau und erreichen Körpergrößen zwischen 1,50 und 1,90 Metern (MC: 0,83 - 1,056).
Ihre Proportionen können in gewissem Maße durch die tierische Seite beeinflusst sein, wobei die Grundform jedoch stets
menschlich bleibt.
Haut:
Die Haut der Wandler ist glatt und weich, vergleichbar mit der eines Menschen.
Sie variiert zwischen einem hellen Porzellanteint und einem dunkelbraunen Teint.
Die Tiergestalt hat keinen Einfluss auf Hauttyp
oder -farbe in der Grundform, jedoch kann eine leicht erhöhte Körperbehaarung auftreten.
Wandler tragen in ihrer Grundform mindestens ein, oftmals aber auch mehrere Merkmale ihrer vererbten Tiergestalt. Diese besonderen Merkmale müssen sich an der vererbten Tiergestalt orientieren und dürfen nicht von anderen Tiergestalten übernommen werden.
Haare:
Die Haarfarbe und ihr Muster können sich an der Fellzeichnung der Tiergestalt
orientieren und ähneln in manchen Fällen deren Farbverlauf oder Struktur.
Gesicht:
Die Ohren eines Wandlers können tierischer Natur sein und ersetzen dann vollständig die
menschliche Form. Ebenso ist das Auftreten kleiner, zurückgebildeter Hörner möglich, die
sich an das Geweih oder die Hörner der Tiergestalt orientieren. Auch die Augen können
tierische Merkmale aufweisen, sowohl in der Farbe als auch in der Form der Pupillen.
Fuß- und Fingernägel können verlängert, spitz oder scharf ausgebildet sein.
In einigen Fällen treten Reißzähne oder verkleinerte Varianten von Hauern auf, die sich an
die Tiergestalt orientieren.
Körperbau:
Am Ende ihres Steißbeins können Wandler durch ihre vererbte Tiergestalt in ihrer Grundform einen Schweif besitzen.
Zusätzlich hat die vererbte Tiergestalt Einfluss auf die Körperbehaarung, und es kann zu Verformungen des Fußes bis zum Unterschenkel sowie der Hand bis zum Unterarm kommen.
Grundform:
Äußerlich bewegen sich Wandler in einem Spektrum: Am einen Ende können sie fast vollständig wie Menschen wirken und lediglich ein einzelnes tierisches Merkmal tragen. Am anderen Ende hingegen können sie durch eine Vielzahl äußerlicher Merkmale ihrer Tiergestalt menschenfremd und bestialisch erscheinen.
Die Grundform ist die üblicherweise genutzte Erscheinung im Alltag.
Bei der Rückverwandlung in die Grundform kann der Wandler zudem die Farbe seines Haares in Abhängigkeit von den Varianten der Tierart seiner Tiergestalt bestimmen. So kann sich ein Wandler mit der Tiergestalt Bär beispielsweise aussuchen, ob er nach der Rückverwandlung schwarze oder braune Körperhaare trägt.
Tiergestalt:
Die Verwandlung in die Tiergestalt ist ein rein körperlicher Vorgang und erfolgt nicht durch
Magie. Sie erfordert große körperliche Anstrengung und ist mit intensiver sportlicher
Betätigung vergleichbar. Mehrere Verwandlungen innerhalb kurzer Zeit können zu starker
Erschöpfung oder sogar zur Ohnmacht führen. In der Öffentlichkeit wird dieser Vorgang
gemieden, da er als roh, primitiv und abstoßend empfunden wird.
Während der Verwandlung in die Tiergestalt wird die Kleidung in Fell oder Haut verdrängt und ist in dieser Form nicht verfügbar. Ausrüstungsgegenstände können in der Tiergestalt nicht verwendet werden. Nach der Rückverwandlung liegt die Kleidung wie zuvor getragen wieder am Körper. Körperliche Merkmale wie Narben, Verletzungen oder fehlende Gliedmaßen übertragen sich auf beide Gestalten und bleiben somit stets erhalten. In der Tiergestalt behält der Wandler sein volles Bewusstsein sowie seine Entscheidungsfähigkeit, ist jedoch nicht in der Lage zu sprechen. Die Kommunikation ist auf tierische Laute beschränkt.
Die Tierart, in die sich ein Wandler verwandelt, ist festgelegt. Allerdings kann das genaue
Aussehen der Tierart einschließlich Fell- oder Haarfarbe bestimmt werden.
Das Farbspektrum dieser Veränderung ist unter den Tierarten unterschiedlich groß und
orientiert sich immer an den Originalen aus der Tierwelt.
Ein Wandler mit der Tiergestalt Bär kann sich immer aussuchen, ob er sich in einen braunen
oder schwarzen Bären verwandelt.
Wandler haben aufgrund ihrer Fähigkeit zur Verwandlung eine kürzere Lebenserwartung. Ein Großteil stirbt im Alter von 60 bis 65 Jahren an Altersschwäche. Wie bei den Menschen gelten sie ab dem 18. Lebensjahr als volljährig und altern anschließend stetig über ihre restliche Lebenszeit.
Ursprünglich stammen die Wandler aus der heute bekannten Region Dornenhain, die vor dem Großen Eroberungskrieg als Reich Dornenhain bekannt war und vom Adelshaus Dornenpracht präsentiert und regiert wurde.
Während des Großen Eroberungskrieges kämpfte ein Großteil der einheimischen Wandler unter dem Banner Dornenpracht gegen die Armee der Marbrands, wodurch die Spezies der Wandler im damaligen Reich stark dezimiert wurde. Viele Kriegsflüchtlinge flohen aus Dornenhain in die benachbarten Regionen und bauten sich dort ein neues Leben auf.
Die eher menschlich erscheinenden Wandler mit nur wenigen tierischen Merkmalen leben und wandern in der heutigen Zeit durch die bekannte Welt, oft getarnt als Menschen. Viele dieser als Menschen “verkleideten” Wandler haben bereits in jungen Jahren durch ihre Eltern ihre tierischen Merkmale entfernt bekommen, um im weiteren Leben ausschließlich als Mensch wahrgenommen zu werden. Die dabei entstehenden Narben bleiben sowohl in der Grundform als auch in der Tiergestalt dauerhaft sichtbar und werden häufig unter Stoff oder Kleidung verborgen.
Die stärker bestialisch wirkenden Wandler mit mehreren tierischen Merkmalen leben meist zurückgezogen in gesellschaftlichen Randgruppen oder in kleinen Siedlungen in der Natur, vor allem innerhalb Dornenhains, jedoch seltener auch in der restlichen bekannten Welt.
Wandler werden von den meisten anderen Spezies weitgehend akzeptiert. Doch die schwere Last und die Verluste des Großen Eroberungskrieges vor über 400 Jahren haben tiefe Spuren in ihrer Geschichte hinterlassen.
Ein Kind erbt immer nur eine Tiergestalt seines Elternteils, wenn beide Elternteile Wandler
sind. Bei Hybriden greift die normale Hybridsregelung.
Haben ein Wolfswandler und ein Katzenwandler ein Kind, wird dieses entweder ein
Wolfswandler oder ein Katzenwandler sein.
Ab dem siebten Lebensjahr kann die erste Verwandlung stattfinden, weshalb dieses Alter bei den Wandlern mit einem besonderen Fest gefeiert wird, dem sogenannten Tag der Offenbarung.
Zu diesem Anlass lädt die Familie Freunde und Bekannte ein, es wird festlich gespeist, und dem Kind werden Geschenke gemacht, die zur offenbarten Tiergestalt passen. Beliebt sind zum Beispiel geschnitzte Holzfiguren als Spielzeug oder Schmuckstücke, die sich auf das Tiermotiv beziehen.
Da die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Tiergestalt im Kindesalter oft nicht eindeutig erkennbar ist, wird sie meist erst am Tag der ersten Verwandlung offenkundig.
Gesellschaftlich werden Hybride größtenteils von den Wandlern in jeder Art und Form akzeptiert. Das Fest Tag der Offenbarung findet bei Hybrid Wandlern nicht statt.
Tiergestalten, die ein Sternchen (*) besitzen, haben mehrere visualisierte Varianten zur Auswahl.
Die Farben in den Klammern geben die möglichen visualisierten Haar- und Fellfarben der Tiergestalt an.
Zusätzlich kann man sich auch an realen Vorbildern orientieren und beispielsweise, wie bei der Wildkatze, einen Luchs wählen, um das Muster und die Farbe des Fells in der Grundform für das Haar zu nutzen.